Weitere Informationen

Mitwirkung in der Schulprogrammarbeit:
Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz sind alle öffentlichen Schulen verpflichtet, Maßnahmen der Qualitätsentwicklung der Schulen zu bestimmen und diese durchzuführen. Dazu zählen u.a. die Zufriedenheitsumfrage (Evaluation), die Leitbildentwicklung, die Schulinspektion sowie die Schulprogrammarbeit. Das Schulprogramm beschreibt Aussagen zum pädagogischen Konzept, lang-, mittel- und kurzfristige Zielsetzungen zur Qualitätsentwicklung und einen Maßnahmenkatalog zur Umsetzung dieser.

Schulen nach diesem neuen Anforderungsprofil sollen bewusst von Eltern mit gestaltet werden können, die Rechte der Eltern sind somit deutlich gestärkt worden. Damit wird deutlich, dass Ihre Mitwirkung als Eltern gefragt und erwünscht ist.

 

„Aus der Praxis – für die Praxis“ - Tipps für die Arbeit als ElternvertreterIn

Nicht immer muss man bei Null anfangen. Hier finden Sie einige Tipps und Ideen, mit denen andere ElternvertreterInnen bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht finden Sie darunter auch interessante Anregungen für die eigene Arbeit? Probieren Sie es am besten einmal aus!

Sich besser kennen lernen

Viele Dinge lassen sich besser erreichen und klären, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat. Ein guter Kontakt zwischen Eltern und Lehrkräften, Erzieherin und Therapeutinnen lässt manches Problem gar nicht erst entstehen oder lassen sich manche Missverständnisse vermeiden. Für Eltern gibt es vielfältige Möglichkeiten, den Kontakt untereinander zu pflegen.

Gemeinsam feiern

Eine gute Gelegenheit, Kontakte zu anderen Eltern aufzubauen und sich gegenseitig besser kennen zu lernen, sind gemeinsame Feste und Feiern. Dazu bieten sich im Laufe des Schuljahres die unterschiedlichsten Anlässe, wobei der Rahmen ganz unterschiedlich gestaltet werden kann. Auch von der Schule selber werden Sie möglicherweise aufgefordert, sich an der Planung, Organisation und Durchführung von Projekten aktiv zu beteiligen. Nehmen Sie aber auch gerne die Organisation von gemeinsamen Treffen in die Hand, sei es für ein Ernte-Dank-Fest, für eine Klassen-Weihnachtsfeier, ein Sommerfest zum Schuljahresschluss, einen Ausflug – sprechen Sie dazu auch gerne die Mitarbeiter des Lerngruppenteams an!

Die Organisation und Vorbereitung sollte möglichst gleichmäßig auf die teilnehmenden Personen verteilt werden – so wird es für niemanden zu viel. Falls sich nicht genügend Freiwillige finden sollten, sprechen Sie die Eltern persönlich an und bitten sie dirkt um Mithilfe. Die Wenigsten werden dann Nein sagen. Beim ersten Treffen haben sich Namensschilder bewährt, auch mit Namen der Kinder. Aufkleber oder Malerkrepp sind dafür unkompliziert und eine praktische Lösung. So lernt man sich schnell kennen.

Informationen austauschen

Schule ist kein geheimer Ort, an dem Kinder verschwinden, um dann später mit neuen Fähigkeiten wieder aufzutauchen. Eltern haben ein Recht darauf, zu erfahren, was „hinter den Kulissen“ passiert. Deshalb ist es wichtig, die Eltern der Klasse regelmäßig zu informieren. Nur wer von etwas weiß, kann sich für etwas interessieren und dann auch engagieren.

E-Mail-Verteiler und Telefonketten

Per E-Mail und Telefonkette lassen sich Informationen heute schnell und kostengünstig verbreiten. Geben Sie am ersten Elternabend eine Liste herum, in welche jeder seine Kontaktdaten (Name des Kindes und der Eltern, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie ggf. die Anschrift) einträgt. Weisen Sie darauf hin, dass dies nur zur Verteilung von Schulinformationen oder zum Austausch untereinander dient. Denken Sie auch daran, diese Liste bei Bedarf zu aktualisieren – das Lerngruppenteam wird Sie dabei gern unterstützen.

Elternbriefe

Sie können Informationen auch über die Kinder per Zettel z.B. im Schülerplaner bzw. Mitteilungsheft verteilen. Die Kopien können in der entsprechenden Anzahl in der Schule vorgenommen werden

Elternabende gestalten

Elternabende dienen der Information und dem Meinungsaustausch über schulische Angelegenheiten, insbesondere über die Unterrichts- und Erziehungsarbeit in der Lerngruppe. Dabei sollte der Schwerpunkt auf dem Meinungsaustausch liegen. Daher ist es ratsam, Termine und allgemeine Informationen den Eltern als Handreichung in ausgedruckter Form mitzugeben, um mit der Bekanntgabe nicht zuviel Zeit zu verlieren.

Elternabende sollten informativ und möglichst kurz sein, sonst wird es schnell ermüdend. Die Punkte, die besprochen werden müssen, sollten Sie am besten 1 –2 Wochen vorher mit dem/der Klassenlehrer/in durchgehen. Anhand der zu besprechenden Tagesordnungspunkte ergibt sich eine Gliederung für den Abend. Es ist üblich, dass von Versammlungen Protokolle angefertigt werden. So können sich abwesende Eltern informieren. Allerdings besteht die Gefahr, dass der Anreiz zur Teilnahme am Elternabend dadurch geringer wird.

Sie können einen Elternabend auch unter ein bestimmtes Thema stellen. Fragen Sie die anderen Eltern, welches Thema einmal gesondert besprochen werden sollte (Hausaufgaben, Notenerteilung, Therapie, Spielzeug in der Schule etc.).

Schließlich können Sie auf dem Elternabend Einblick nehmen in die produktive Vielfalt Ihrer Kinder im Unterricht durch ausgestellte Bilder oder Arbeitsergebnisse.

Ein guter Rat zum Schluss

Nehmen Sie nichts persönlich – vor allem nicht, wenn andere Eltern nicht auf Ihre Vorschläge eingehen. Sie können immer nur Angebote machen und niemanden zwingen. Manche haben vielleicht auch einen größeren Abstand zur Schule oder vielleicht auch einmal negative Erfahrungen gemacht und sind daher zurückhaltend.  Bei manchen sind es auch private Gründe, die ein größeres Engagement in der Schule nicht zulassen. Das sollten Sie nicht als Missachtung Ihrer Arbeit empfinden. Bauen Sie von daher auf diejenigen Eltern, die sich gern engagieren, aber verlieren Sie bitte die anderen nicht aus dem Blick; lassen Sie auch bitte nicht entmutigen, wenn Sie Ihre Ziele nicht gleich erreichen, eine langfristige Arbeit zahlt sich oft aus.