Mobiler Dienst für sehgeschädigte und blinde Schülerinnen und Schüler

Hinter Lernschwierigkeiten und/oder Verhaltensauffälligkeiten verbirgt sich oft eine Sehbehinderung.

Hinweise auf eine mögliche Sehbehinderung können sein:

Schüleräußerungen über:
- Sehbeschwerden in der Nähe / bzw. Ferne
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit

Auffälligkeiten an den Augen
- Augenzittern
- Schielen
- hervortretende Augen

Auffälligkeiten beim Sehen
- schiefe Kopfhaltung
- Blinzeln
- nahes Herangehen an Texte
- Nichteinhalten der Zeilen beim Schreiben
- Häufige Auslassungsfehler beim Abschreiben von Texten
- Lichtbedürftigkeit
- Nichterkennen der Tafelanschrift
- Scheinbares Vorbeisehen beim Fixieren von Personen oder Objekten
- Orientierungsprobleme in der Dunkelheit
- Häufiges Anstoßen, Danebengreifen, Stolpern und Fehltritte
 
Unterstützung durch den Mobilen Dienst Förderschwerpunkt Sehen

Wir unterstützen im Auftrag der Landesschulbehörde blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche bei der schulischen Integration. Im Mobilen Dienst arbeiten zur Zeit drei Lehrerinnen mit dem Förderschwerpunkt Sehen in folgenden Aufgabenbereichen:
(Unterstützung und Beratung der Lehrerinnen und Lehrer in Bezug auf didaktische, methodische, unterrichtsorganisatorische und soziale Probleme, die durch die Behinderung der Schülerinnen und Schüler entstehen können)
- Anpassung von Lehr- und Lernmaterialien,
- Auswahl technischer und schulischer Hilfsmittel,
- Unterstützung der Lehrerin / des Lehrers im Umgang mit den Schülerinnen und Schüler,
- Informationen über die Behinderung.
- Unterricht in blinden- und sehbehinderten-spezifischen Fertigkeiten
- Beratung bei der Umsetzung sonderpädagogischer Förderung, z.B. Nachteilsausgleich
- Koordination der Förderarbeit, d.h. z.B. Beratung der Kolleginnen und Kollegen, die die Förderstunden in Form von Einzelförderung, Kleingruppenarbeit oder Teamteaching erteilen.
- Hilfen bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes und Versorgung mit Hilfsmitteln. Diesbezüglich auch Beratung des Schulträgers und anderer Kostenträger
- Vermittlung oder Anbahnung zusätzlicher Fördermaßnahmen außerschulischer Art wie z.B. Mobilitätstraining, Ergo-, Sprach- und Phy¬siotherapie
- Zusammenarbeit mit Ärzten, Hilfsmittelanbietern und weite¬ren Organisationen
- Beratung der Eltern hinsichtlich beeinträchtigungsspezifischer, erzieherischer und sozialer Probleme oder hinsichtlich der Versorgung mit speziellen Hilfsmitteln, Beratung in rechtlichen Fragen, Vermittlung von Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern
- In Einzelfällen: vorbeugende, begleitende und ergänzende Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in Unterrichtsbereichen und -fächern bzw. spezielle, zeitlich begrenzte Förderung, die sich aus der besonderen Kompetenz der Förderschullehrerin / des Förderschullehrers im Mobilen Dienst ergeben.
- Unterstützung im Kontakt mit Behörden
- Organisation von Elterntreffen
- Angebot von Fortbildungsveranstaltungen und Freizeit

Sollten Sie einen Antrag auf Unterstützung durch den Mobilen Dienst stellen wollen oder schon betreut werden, benötigen wir eine augenärztliche Information. Ein entsprechendes Formular können Sie Sich HIER herunterladen.

Einen Antrag auf Mobilen Dienst Sehen finden Sie  HIER.